Wie man dies im Unterricht einsetzt
Die Simulation dauert etwa fünf Minuten und endet mit einer Einladung zum Nachdenken, nicht zur Angst. So fügen Sie sie in eine Unterrichtsstunde ein — davor, währenddessen und danach.
Alter: empfohlen ab 15 (Sekundarstufe). Der Inhalt ist ernst: ein Atomschlag auf die eigene Stadt der Schülerinnen und Schüler, Stille, Opferschätzungen. Es gibt keine Gewaltdarstellung und keinen Schock um des Schocks willen, aber das Thema ist schwer. Kündigen Sie es an.
Davor
- Weisen Sie darauf hin, dass die Simulation nach dem Standort fragt (damit das Ziel die eigene Stadt ist). Die Zustimmung ist freiwillig — ohne Standort läuft sie mit einer voreingestellten Stadt.
- Schalten Sie den Ton ein. Die Stille nach dem Schlag ist Teil der Botschaft.
- Setzen Sie kurz den Kontext: was nukleare Abschreckung ist, wie viele Waffen es heute gibt (rund 12.000 Sprengköpfe, neun Staaten).
Währenddessen
- Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler es allein durchlaufen. Kommentieren Sie nicht dabei.
- Achten Sie auf den Moment, in dem der Knopf „Start abbrechen" nichts bewirkt — das ist der Kern des Erlebnisses.
Danach — Diskussionsfragen
- Wann haben Sie gemerkt, dass das Ziel Ihre eigene Stadt war? Wie hat sich das angefühlt?
- Warum funktioniert der Abbruchknopf nicht? Was sagt uns das über die Entscheidung?
- Wer hat heute die Befugnis, diese Entscheidung zu treffen? Wer wählt sie? Wer kontrolliert sie?
- Ein Verbot chemischer Waffen und von Landminen schien einst unmöglich. Was hat sich geändert?
- Was kann ein einzelner Mensch konkret tun? Und eine ganze Klasse?
Historische Fälle, die die Simulation erwähnt
- Wassili Archipow (1962) — stimmte an Bord eines sowjetischen U-Boots gegen einen Start. Er war der Einzige.
- Stanislaw Petrow (1983) — gab einen Fehlalarm des Radarsystems nicht weiter. Es war ein Irrtum.
Beide trafen ihre Entscheidung allein. Die Botschaft der Simulation ist nicht Ohnmacht — sondern dass Entscheidungen von Menschen getroffen werden und sich ändern.
Die Zahlen in der Simulation sind indikativ und nicht begutachtet — siehe die Methodik. Wenn Sie sie im Unterricht verwenden, sagen Sie den Schülerinnen und Schülern, dass es Schätzungen der Größenordnung sind, keine genauen Vorhersagen.